Schule, Kinder, Kindergarten: Meine gute Schule

Titel und Untertitel

Meine gute Schule

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Ersteller und Datum

Erstellt von Sabrina Böhmer am 28.02.2016

Autor dieses Beitrags

Dr. Hildegard Trutschel

Haupttext

Wie einfach hatten es doch meine Eitern und ich mit der Entscheidung, auf welche weiterführende Schule nach vier Grundschulklassen ich gehen sollte. Und wie schwierig haben es heute die Eltern mit  dem gleichen Problem!Da ich mit fünf Jahren bereits wusste. dass ich später Ärztin werden wollte, brauchte ich das Abitur für das Medizinstudium. Also wurde ich 1929 eingeschult in das staatliche Oberlyzeum für Mädchen; die Klaus-Grote-Schule in Neumünster.Immer wenn ich heute an meiner ehemaligen Schule vorbeigehe, bin  ich, auch nach der langen Zeit, doch leicht erschrocken über  die  Schülerinnen und Schüler. die den  Haupteingang mit den zwei Säulen benutzen.Zu  meiner  Zeit  war  diese  Tür  nur  für  das  Lehrerkollegium  erlaubt,  für  uns bei  Strafe verboten.  Meine  kesse  Freundin  Antonia  B.  besaß  jedoch  einen  besonderen  Schlüssel, mit  dem  wir  manchmal  -  zu  unserer  großen  Freude  -  hineinhuschen  konnten.Kürzlich  stand  in  einem  Kommentar  des  Erziehungswissenschaftlers  Peter  Struck:  ,Was  macht eine  gute  Schule  aus?-  u.a  das  Kriterium:  =  Gute  Schulen  haben  durchweg  ältere,  also lebenserfahrene  Lehrkräfte  plus  ein  paar  junge"  (sh:z  vom  08.02  2016).  Wir  hatten  solch  ein gutes"  Lehrerkollegium,  ich  denke  nur  an  meine  Deutschlehrerin,  Marga  Seh.,  die  mir  eine großartige  Grammatik  beigebracht  hat  Mein  ganzes  Leben  habe  ich  davon  gezehrt  auch  später  in den  Fremdsprachen!  -  Leider  war  sie  dem  Alkohol  zugetan.  So  fiel  sie.  wohl  reicht  betrunken,  in  der Quinta  während  des  Unterrichts  vom  Katheder  -  vor  unseren  erschrockenen  Augen.  Das  war  dann leider  ihr  fester  Unterrichtstag. Natürlich  hatte  ich Lieblingslehrer  und  andere,  mit  denen  ich  nicht  so  gut  konnte.Jeden  Montag  morgen  versammelten  sich  alle  Schulklassen  zur  Morgenandacht  in  der  Aula.  Das war  eine  schöne  Sitte!  Als  die  NS-ZeJt  ihren  Einfluss  ausübte,  hatten  wir  stattdessen  draußen ,Fahnenhissen":  bei  entsprechendem  Gesang  Wir  hatten  einige  fanatische  .NS-Lehrerinnen",  aber auch  NS-Gegner.  Das  merkte  man  an  jeweils eindeutigen  Bemerkungen  im  Unterricht  Soweit  ich mich  erinnere,  spielte  die  Politik  allerdings  keine  große  Rolle  während  meiner  Schulzeit.Am  25.  Februar  1938  legten  nur  fünf  Schülerinnen  aus  unserer  einstmals  großen  Klasse  ihr  Abitur mit  Erfolg  ab.  Ich  erinnere  mich  an  meinen  damaligen  Mathelehrer.  Studienrat  W  der  mich  am Abiturtag  beiseite  nahm  und  leise  fragte:  .Was  können  Sie  denn  gut  in  Mathe?"  Und  ich  antwortete prompt"  .Sphärische  Trigonometrie.  HerrStudienrat.=  Natürlich  prüfte  er  mich  dann  mit  Erfolg. Es war  nicht  ganz  korrekt  von  ihm.  aber  er  wollte  vor  uns  beiden  wohl  einen  guten  Eindruck  machen vor  dem  Oberschulrat, der  extra  zu  unserer  mündlichen  Prüfung  gekommen  war.Fazit"  Wir  hatten  eine  wirklich  .gute*  Schule,  in  der  sich  Lehrer  und  Schülerinnen  wohl  geführt haben.  Sie  hat  mein  Leben  maßgeblich  geprägt.  Dafür  bin  ich  sehr  dankbar!

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Lehrerkollegium

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Abitur

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1938

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