Kultur, Literatur und Kunst: 400 Jahre Glückstadt

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400 Jahre Glückstadt

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Erstellt von Sabrina Böhmer am 13.05.2017
Zuletzt bearbeitet am 13.05.2017

Autor dieses Beitrags

Jutta Ohl

Haupttext

 

Glückstadt feiert in diesem Jahr das 400 jährige Stadtjubiläum. Christine Berg (Glückstadt) und ich haben ein Buch “Fortune – 400 Jahre Frauengeschichte(n ) in, aus und um Glückstadt” dazu herausgebracht, denn wir haben für jedes Jahrhundert über die bedeutenden und wichtigen Frauen geforscht.
Zur Zeit läuft in Glückstadt – neben vielen anderen Projekten – eine besondere Ausstellung, die der jüdischen Gemeinde. Wenn Sie an weiteren Informationen interessiert sind, bitte melden Sie sich bei Frau Dr. Böhmer

Donna Doria Frauen besuchten die Ausstellung „Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Glückstadt 1619 – 1915“

„Mucksmäuschenstill“ waren die Frauen vom Verein Donna Doria e.V., als Kay Blohm, ein Historiker – der sich in Glückstadt und darüber hinaus einen Namen gemacht hat, den Rundgang durch die  Sonderausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  im Detlefsen Museum eröffnete. Die 1616/17 auf dem Reißbrett entstandene Planstadt Glückstadt musste mit tüchtigen Bürgern bevölkert werden. Anhand von Dokumenten, Objekten und Fotografien, so erfuhren die Frauen, wird die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Glückstadt zum Leben erweckt.

Der Mädchen- und Frauenverein Donna Doria e.V.,  der sich in diesem Jahr in seinem Programm mit Glauben und Historie beschäftigt, erfuhren, das der Stadtgründer König Christian IV. neben reformierten Niederländern vor allem sephardische (portugiesische) Juden aufforderte, die neu gegründete Stadt Glückstadt zu bevölkern. Ein Privileg des Königs vom 3.08.1619 garantierte ihnen Religionsfreiheit, einen Friedhof – man kann ihn noch an der Pentz-Straße besichtigen-, uneingeschränkte Bürgerrechte und Freiheit des Handels und Gewerbes. Die in Handel und Gewerbe wohl erfahrenen neuen Bürger trugen zum Aufblühen der jungen Stadt entscheidend bei. So wurde  die Münze von Glückstadt eingerichtet. Andere Jüdische Mitbürger betrieben eine Zuckerraffinerie, eine Seifen – und Salzsiederei, eine Gerberei und eine Ölmühle oder sie betätigten sich als Reeder und im Überseehandel. Die sephardischen Juden genossen in Glückstadt Freiheiten des Glaubens und des Lebens wie an nur wenigen Orten der Welt. Glückstadt trug zu dieser Zeit den offiziellen Titel „Toleranzstadt“. Zu den damals berühmtesten jüdischen Familien wurde  recherchiert und zusammengetragen.

Kay Blohm erklärte ausführlich, dass die Stadt Glückstadt sich durch einen Vertrag von 1907 verpflichtete, den Friedhof in der Pentzstraße instand zu halten. Dennoch wurden in der NS-Zeit sämtliche Grabsteine entfernt und somit geschändet. Nach 1945 wurde der Versuch unternommen, den Friedhof zu rekonstruieren. Die Restaurierungsarbeiten sind bis heute noch nicht abgeschlossen und umso erfreulicher, dass  noch immer Bruchstücke von Grabplatten bei Aufräumungsarbeiten gefunden werden. 

 Pressetext Jutta Ohl 25.04.2017

 

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2017

Schlagwörter (passend zum Thema des Beitrags)

jüdische Gemeinde 1619-1915

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