Kultur, Literatur und Kunst: Martin Luther-Rose

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Martin Luther-Rose

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Ersteller und Datum

Erstellt von Friedrich-Wilhelm Trottmann am 12.02.2017

Haupttext

Die Martin Luther-Rose

Auf jeder Ausgabe einer Luther-Bibel ist die Lutherrose zu sehen. Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther, der Überlieferung nach, an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug, dann wird man der Lutherrose sicherlich öfter begegnen. Das Reformationsjubiläum 2017 wird, anders als alle Luther- und Reformationsjubiläen bisher, in globaler Gemeinschaft von Feuerland bis Finnland, von Südkorea bis Nordamerika gefeiert.

Johann Friedrich der Großmütige, der spätere Kurfürst von Sachsen, gab 1530 den Auftrag, für Martin Luther ein Siegel nach seinen Vorstellungen anzufertigen. 

Eine weiße Rose auf himmelblauem Grund mit einem roten Herzen und einem schwarzen Kreuz in der Mitte, das sind die wesentlichen Elemente der Lutherrose. Das sollte zeigen, dass der Glaube an dem Gekreuzigten und Auferstandenen im Zentrum steht und dass dieser Glaube lebendig macht und einem am Leben erhält. Der goldene Ring fasst alles ein und bedeutet, dass die Seligkeit bei Gott ewig ist. Das Gold zeigt, dass der Glaube an Christus der größte Schatz ist, den man haben kann.

In einem berühmt gewordenen Brief vom 8. Juli 1530 an Lazarus Spengler, Nürnberger Ratsherr und Förderer der Reformation, beschrieb er die Gestaltung der Lutherrose: „Das erste sollte ein Kreuz sein, schwarz im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte, damit ich mir selbst Erinnerung gäbe, dass der Glaube an den Gekreuzigten mich selig macht. Denn so man von Herzen glaubt, wird man gerecht. Solch Herz aber soll mitten in einer weißen Rose stehen, anzeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Friede gibt. Darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe. Solche Rose steht im himmelfarbenen Feld, das solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlischen Freude zukünftig. Und um solch Feld einen goldenen Ring, dass solche Seligkeit im Himmel ewig währet und kein Ende hat und auch köstlich ist über alle Freude und Güter, wie das Gold das edelste, köstlichste Erz ist.“

Martin Luther nutzte das nach ihm benannte Symbol, um seine Briefe und Schriften kenntlich zu machen. Dazu ließ er die Rose auch als Rundbild in Holz schneiden und unter seine Schriften drucken lassen, um sie als Originaldrucke auszuweisen und damit vor Nachdrucken zu bewahren.

Für Martin Luther war die Rose mehr als nur ein Wappen oder eine Unterschrift. Der Reformator verstand sie selbst als „Merkzeichen“ seiner Theologie. 

 

Mit der Lutherrose ehrt die Internationale Martin Luther-Stiftung seit 2008 Persönlichkeiten.

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Jahr

2017;1517;

Schlagwörter (passend zum Thema des Beitrags)

Reformation;Dr. Martin Luther; Reformationstag;

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