Essen und Trinken: Essen ohne Genuss

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Essen ohne Genuss Das Bewusstsein unserer Nahrungsmittel

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Erstellt von Nadine W. am 23.06.2013
Zuletzt bearbeitet am 15.05.2014

Autor dieses Beitrags

Nadine Wittorf

Haupttext

Lebensmittelpreise steigen Zusehens, scheinbar sehen wir uns bald vor leeren Kühlschränken wieder, da unser Vermögen nicht ausreicht uns zu sättigen. Wir sehen uns vermehrt in einem anwachsenden Dschungel undurchsichtiger Produkte essbarer Herkunft, die uns Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungssteigerung versprechen.

Die Zeit, die wir mit dem bewussten Essen verbringen, mit allem was dazu gehört, schwindet. Kochen wird zur Ausnahme, gegessen wird nebenbei, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Wichtiger erscheinen uns Fernsehen, Luxus. Der Wert eines Lebensmittels ermisst sich an seiner Herkunft, Zubereitung oder auch Qualität. Sicher sehen wir uns dank steigender Arbeitszeiten immer seltener am Herd, um frisch, Gesundes zu zubereiten. Die Fähigkeit Gerichte zu zaubern, besitzen nur noch Wenige. Es doch einfacher Fertiggerichte per Backofen oder Mikrowelle zu schaffen, als es sich selbst zu kochen. Daher schwindet in unseren Augen der Sinn der Arbeit, der hinter jedem Lebensmittel steht, gleichzeitig verlangen wir höchste Qualität. Ohne wirklich zu wissen, woher die Lebensmittel stammen, wie sie wuchsen und wer sie erntete.

Smartphone oder gar Autos sehen wir als größeres Gut an, als das Brot auf unserem Tisch, welches selbstverständlich ist. Die Tatsache unser Essen nicht lagern zu müssen, oder keine Arbeit darin zu investieren wie es früher, vor Generationen der Fall war, lässt sein Ansehen sinken. Wir essen nahezu täglich Fleisch, aber ekeln uns vor dem ganzen toten Tier. Wo zeigt sich hier die Logik auf? Weshalb müssen biologische Lebensmittel aus Peru kommen, wo es hier doch Gleiches gibt, nur womöglich konventioneller Art.

Wir wissen nicht mehr wie das Essen hergestellt wird, seinen Ursprung kennen wir nicht. Wir sehen und kennen es nur aus der Werbung. Kühe sind lila, geben Kakao. Der Wert, den wir mit dem Essen ans ich verbinden, interessiert uns immer weniger. Kaum verwunderlich, wenn unsere Kinder ein normales Maß zur Ernährung vergessen. Sie leben das, was ihre Eltern ihnen vorzeigen. Sie lernen nach dem Modell ihrer Vorbilder.

Kaum ein Kind würde auf die Idee kommen Löwenzahn auch essen zu können. Ihnen ist selbst der Geschmack natürlicher Lebensmittel abhanden gekommen, da sie nur noch Solches aus Dosen uns spezieller Zubereitung kennen.

Das Schlaraffenland, der westlichen Welt bietet Fleisch in so großen Mengen, das uns die Haltung bzw. die Produktion dessen nur am Rande interessiert. Was früher das einfache Volk ernährte, speist heute die ganze Gesellschaft. Wo Wohlstandserkrankungen einst auf Reichtum trafen, kehrt es sich nun um. Das Maß in der Menge zu halten ist sicherlich nicht leicht, doch zu welchem Preis entwickeln wir uns in eine Richtung, die das tägliche Brot nicht mehr zu würdigen weiß?

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Rumkugeln

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Schlagwörter (passend zum Thema des Beitrags)

Bewusstsein, Essen, Nahrung

Jahr

2013

Ort

Schwerin

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