Ehe, Familie und Freundschaft: Kinder- und Jugendzeit im Kastanienweg

[Titel und Untertitel

Kinder- und Jugendzeit im Kastanienweg Lausbubengeschichten (II)

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Ersteller und Datum

Erstellt von GeZeiten Redaktion am 26.08.2014

Autor dieses Beitrags

Dieter Schilling

Haupttext

Bei allen Geschichten war nicht nur Spaß und Freude angesagt. So habe ich beim Spielen ein „ Unveränderbares Merkmal „ erhalten.

Es war Freitagnachmittag und wir spielten „ Verstecken „ acht bis zehn Kameraden. Der Bereich war festgelegt, nur die Häuser im „Neuen Kastanienweg „, aber nicht drinnen. Das „ Abklatsch-mal „ wurde festgelegt; es war eine Eingangstür eines Hauses. Wir versteckten uns, wir wurden gesucht und mussten vor dem Suchenden am Mal sein. Ich war schnell und der Suchende war hinter mir. Bei der Neuanlage der Häuser wurden die Rasenrabatten mit Holzpfosten und Stacheldraht eingefasst. Dazwischen wuchsen Ligusterpflanzen; und hatten mit den Jahren den Stacheldraht verdeckt. Die Rabatten waren Heiligtum des Hausmeisters .Nur er durfte zum Rasenmähen diesen Bereich betreten.

Als ich wurde geschubst und landete mit dem linken Knie in der Hecke. Der Suchende wollte mir nun helfen und zog ganz kräftig an meinem linken Fuß. Jetzt wurde der Schmerz noch größer. Man befreite mich aus der misslichen Lage, die Hose war eingerissen und am Bein wurde es sehr feucht. Ich sah die Bescherung und lief, oder besser gesagt, ich ging nach Hause. Meine Mutter schlug die Hände über dem Kopf zusammen, sie sah eine große klaffende stark blutende Wund am linken Knie. Heutzutage fährt man ins Krankenhaus,  es wird genäht und nach ein paar Tagen spricht man nicht mehr darüber .Es war aber Mitte der fünfziger Jahre, die Praxis vom Hausarzt war geschlossen. Die Blutung wurde mit Druckverband gestillt, und ich hatte Bettruhe. Wenn man Jahrzehnte in der Medizin zu Hause war, dann mutete diese Therapie wie „ Tiefste Kriegschirurgie „ an . Es wurde täglich mit „Essigsaurer Tonerde„ gespült. Bis ich wieder laufen konnte vergingen  doch noch zwei Wochen.

Die Narben sind das unveränderliche Mal im Personalausweis  und Reisepass.

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Kindheitserinnerungen

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