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Erstellt von GeZeiten Redaktion am 28.07.2010 Zuletzt bearbeitet am 28.07.2010
Karsten Harp
Alle reden vom heißen Wetter von beginnender Klimaschwankungen, so etwas hat es damals nie gegeben usw. 1934 gab es gleich 2 Phänomene: Einen eine Maikäferplage und ein äußerst trockener heißer Sommer.
Aus der Schulchronik Ellerdorf wird folgendes Berichtet:
Von einer schweren Maikäferplage im Mai 1934 mögen folgende Angaben genügen: In einer Dorfversammlung wurde beschlossen das jeder Landbesitzer verpflichtet sei für jeden ha 1 Pfund Käfer zu fangen und abzuliefern. Die Knechte sollen mit den Ackerwagen dicht am Knick entlang fahren und ein weiterer sollen mit Stangen in den Büschen schlagen wodurch die Käfer in den Wagen geschleudert werden. Die Schule beteiligte sich auch am sammeln und töteten vom 02.05 – 23.05.1934 1400 Pfund.
Die Landwirte pflügten die toten Tiere für einen Buchenanbau unter. Die Tiere saßen in solcher Zahl auf den Eichen und anderen Bäumen, das diese in einigen Tagen vollkommen kahlgefressen waren. Als aber die Käfer gegen Ende Mai ihre Lebenszeit vollendet hatten, spross das Blattgrün erneut aus den Zweigen so das Mitte Juni kaum noch Spuren des gewesenen Vernichtungschaos zu sehen war.
Ein äußerst heißer und trockener Sommer mit Temperaturen nahe 30 Grad folgte der so trocken war das die älteren Leute sich niemals ähnliches erinnern konnten. Ein Ausschnitt aus der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung berichtet über das in den Zeiten ergab nur knapp die halbe Menge einer normalen Ernte. Die Weiden hatten keinen grünen Halm mehr aufzuweisen. Das Vieh musste nach der Heuernte sofort in die Wiesen getrieben werden, damit bleibt der zweite Schnitt aus und das Futter im Winter mager. Man muss sich wundern das die Kräuter noch am Leben bleiben konnten.
Mitten im Sommer vertrockneten die Knicks an den freilegenden Koppeln. Später konnten die Früchte nicht reifen ihre dürrenden Blätter fielen mit den frischen. Als Ende September ausgiebiger Regen kam, kam viel Leben zurück zur Natur.
In einigen Wochen wurden die Wiesen grün, die Rüben wuchsen noch zu großen Knollen, Kartoffeln setzten erneut an. Was allerdings Wirkung auf ihrer Haltbarkeit hatte. Denn die letzten Knollen waren lange bis zum ersten Frost im Oktober nicht ausgereift.
Eine ganz große Seltenheit war die Dreifachblüte an Apfel und Birnenbäume. Im September trugen die Zweige gleichzeitig Blüten und Früchte beide in großer Zahl.
Hitze, Maikäferplage
1934
Ellerdorf
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