Dorf, Stadt und Land: Ein Lebkuchenhaus entsteht

Titel und Untertitel

Ein Lebkuchenhaus entsteht Alle Jahre wieder

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Erstellt von Friedrich-Wilhelm Trottmann am 05.02.2017

Haupttext

Ein Knusperhaus aus Lebkuchenteig entsteht

In der Hafenstraße 27 stand früher einmal die Fischerkneipe „To de lüdde Wirtschaft“ oder auch „To de lüttje Weertschopp“ genannt. Sie wich der „Fischerbörse“, die an gleicher Stelle 1901 im Auftrage vom Eigentümer Adolf Siegfried errichtet wurde. Leider ging beim Abbruch des alten Gebäudes im Jahre 1900 das Gründungsbuch des Fischer-Vereins verloren, denn hier in dieser alten Fischerkneipe wurde 1898 der Verein gegründet. Carl Richter kaufte das Gebäude im Jahre 1907.

Beim Stammtisch kam von Malermeister Busch die „Grogidee“  auf, die Kurgäste mit einer Gaststube zu locken, die komplett mit Muscheln ausgekleidet war. Die Idee schlug bombastisch ein, so dass Malermeister Busch 1914 auch den Saal mit Muscheln und Muschelgemälden verzierte, später auch den vorderen Teil des Lokals. Neben den vielen tausenden Muscheln verziert auch  eine Galionsfigur „Wilhelmina“ eine Wand. Sie strandete einst vor Amrums Küste. 

Im Januar 1919 verkaufte Carl Richter die „Fischerbörse“ an Claus Albrecht, am 13. Februar 1920 kaufte Carl Kolle den Muschelsaal, der 1938 in „Kolles Alter Muschelsaal“ umbenannt wurde. 1962 übernahm Sohn Werner den Betrieb. Heute wird er von Karl-Heinz Kolle mit Ehefrau Heidi und Sohn Erik, der 23-jährige studiert Betriebswirtschaft, betrieben. 

Selbstverständlich ist die 77- jährige Mutter Erika immer noch im Betrieb eingebunden. Ihre Spezialität ist übrigens das Krabbenragout und die Büsumer Krabbensuppe, die nicht mehr das “Arme Leute-Essen“ von damals ist.

Koch André Wohlleben backt unter dem kritischen Blick von Seniorchefin Erika Kolle nach einem ganz bestimmten und geheimen Rezept jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit Lebkuchenhäuser für die Lieben und einige Freunde. Die Entstehung soll hier begleitet werden.

Das Hexenhaus spendet Erika Kolle dem Museumshafenverein Büsum zu seiner Adventsfeier und wird dort amerikanisch versteigert. Der diesjährige kleine Gewinner des Hexenhauses ist Janef Loff mit seiner Mutter Jana aus Leipzig, zurzeit im ev. Kurzentrum für Mutter-Kind „Gode Tied“ in Büsum gastierend.

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Das fast fertige Lebkuchenhaus

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Schlagwörter (passend zum Thema des Beitrags)

Lebkuchenhaus; Hexenhaus; Weihnachtszeit; Kolles

Jahr

2016

Ort

Büsum

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